Eine wahre geschichte

Meistens geht es so. Oder so ähnlich:

Ungläubige Person (UP): „Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Wenn du mit einem neuen Projekt anfängst, woher nimmst du die Musik, gibt es die schon irgendwo?” Ich: „Nein, ich fange eigentlich immer bei Null an, es gibt nichts. Nirgendwo.” UP: „Echt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt nichts? Gar nichts? Das muss doch irgendwo herkommen.” Ich: „Nein, wirklich nicht, es gibt nichts.”

Früher war es manchmal schwierig, aber jetzt ist es immer da. Ich nehme von diesem abstrakten Irgendwas und es entstehen Motive, Klangflächen oder Akkordfolgen. Mit Ganzschluss. Oder Halbschluss. Gerne auch mit Trugschluss.

Ich mag es, Geschichten und Emotionen subtil auszudrücken. Mit individuellen Klangfarben, einer eigenen Klangwelt, die der jeweiligen Produktion einen eigenen Charakter gibt. Ich klinge eher nicht wie Hans. Oder wie Hänsel und Gretel.

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Musik an deutschen Bühnen unter anderem für das Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Stuttgart, Staatstheater Hannover oder das Schauspielhaus Bochum. Inzwischen fast 30 Produktionen.

Deutscher Fernsehpreis, Bayerischer Fernsehpreis, Goldene Kamera, Bernd Burgemeister Fernsehpreis, 3satPublikumspreis oder der in der Branche begehrte Grimme-Preis: meine Musik war immer wieder in TV-Produktionen zu hören, die ausgezeichnet wurden. Seit 30 Jahren. Über 100 Projekte.

Einmal war ich für den Rumänischen Filmpreis nominiert. Aber das ist eine andere Geschichte.